Brigitte Stucki    in die Schulpflege
Brigitte Stucki in die Schulpflege

„Nach verschiedenen beruflichen Stationen entdeckte ich meine Leidenschaft für das Unterrichten. Die bevorstehende Pensionierung als Schulleiterin an einer Berufsschule  gibt mir die Zeit, mich weiter für die „wichtigste Ressource der Schweiz“ einzusetzen. In Küsnacht würde ich meine Erfahrungen gerne in die Schulpflege einbringen — umsichtig, vermittelnd, kompetent.“

 

Brigitte Stucki, *1953

parteilos, portiert von RotGrünPlus

Dr. phil. I

Schulleiterin und Projektleiterin beim WWF

Präsidentin Samowar (Jugendberatung und Suchtprävention im Bezirk Meilen)

 

Vor 15 Jahren bin ich zusammen mit meinem Mann nach Küsnacht gekommen, in sein verwaistes Elternhaus. An meinem neuen Wohnort habe ich bisher vor allem die Freizeit genossen, unseren Garten, den See, das Tobel, den Wald, ab und zu ein Konzert und nicht zuletzt die Busverbindung vom Allmendboden in die Stadt. Wohl eine typische Lebensweise von beruflich Engagierten. Mein Beruf? Als Quereinsteigerin absolvierte ich vor bald zwanzig Jahren das Höhere Lehramt für Allgemeinbildung an Berufsfachschulen und arbeite seither an der BFS Winterthur als Lehrerin für Allgemeinbildung und Deutsch. Seit einigen Jahren bin ich ausserdem Abteilungsleiterin. Ob Zufall, Schicksal, Fügung – ich bin einfach am richtigen Ort gelandet und freue mich jeden Tag auf meine Klassen, meine Lehrerinnen und und Lehrer und auf meine Schulentwicklungsprojekte. Nicht dass ich zuvor nicht auch Spannendes gemacht hätte: ab Mitte der 1980er Jahre war ich Projektleiterin beim WWF Schweiz und in dieser Funktion mit Fragen rund um unseren täglichen Konsum beschäftigt. Die Arbeit in einer Umweltorganisation hat mir sehr gefallen, doch wollte ich keine Sesselkleberin werden, sondern nach zehn Jahren auch noch in andere Berufswelten hineinblicken. Zuvor war ich in der Sozialforschung tätig gewesen, hatte mich wissenschaftlich mit Fragen der Landwirtschaft beschäftigt und über die Rolle von Frauen in der Schweizer Landwirtschaft dissertiert. Seriöse wissenschaftliche Arbeit verlangt einem viel Zeit im stillen Kämmerlein ab, Sozialwissenschaft ist zweifellos wichtig und bringt der Gesellschaft etwas – doch ich bin letztlich lieber nahe bei den Leuten, nahe beim Puls.

Aufgewachsen in Winterthur, habe ich dort auch als Erwachsene noch lange gelebt, bevor ich mit meinem Mann ins oberste Tösstal zog. Dort lebten wir 17 Jahre mit Garten und Obstbäumen, einigen Milchschafen und steilen Wiesen auf 940 Meter ü. Meer. Die nötigen finanziellen Mittel mussten wir uns etwas tiefer erwirtschaften.

Ende des Schuljahres 2017/18 werde ich pensioniert. Ich freue mich auf die neue Lebensphase, bin schon voller Pläne und Wünsche. Einer davon ist, mich hier im Dorf Küsnacht zu engagieren, jetzt, wo ich nicht mehr nach einer strengen Arbeitswoche nur die Ruhe im Wald, im Tobel, im Garten, auf dem See suche, sondern Zeit und Energie habe, um den näheren sozialen Lebensraum mitzugestalten. Mit meinem Hintergrund bietet sich für mich die Schulpflege geradezu an. Schön, wenn Sie mir am 22. April Ihre Stimme geben.

 

Brigitte Stucki

 

P.S. Möchten Sie mehr von mir erfahren? Schreiben Sie mir doch: brigitte.stucki@goldnet.ch